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Nitrieren

Beim Nitrieren wird die Oberfläche mit Stickstoff angereichert. Dadurch bilden sich harte Verbindungen (Nitride), welche zu einem Härteanstieg in einer Oberflächenschicht führen. Die erzielbare Härte ist im Wesentlichen von der Legierungszusammensetzung des Werkstoffs abhängig.
Auf der Oberfläche entsteht eine geschlossene Nitritschicht (Verbindungsschicht), unter der sich die sogenannte Diffusionszone anschließt, in welcher der Stickstoffgehalt in die Tiefe abnimmt.
Die Dicke der Nitrierschicht liegt für die Diffusionszone im Bereich von 0 - 20 µm, für die Diffusionsschicht bis zu 1 mm. Je nach Tiefe liegen die Behandlungszeiten bei wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen. Die Behandlungstemperaturen betragen 500 - 600 °C.
Auf Grund des Stickstoff abgebenden Mediums unterscheidet man zwischen Gasnitrieren, Plasmanitrieren und Salzbadnitrieren (Tenifer). Eine neuentwickelte, umweltfreundliche Alternative zum Nitrieren im Salzbad ist das Gas - Verfahren.
Wird der Oberfläche neben Stickstoff auch Kohlenstoff zugeführt, spricht man vom Nitrocarburieren.

Für weitere Informationen oder Fragen, wenden Sie sich bitte direkt an unsere Ansprechpartner.


Vorteile:
  • Verbesserung der Reib- und Gleiteigenschaften
  • Hohe Verschleißfestigkeit bei Abrasion und Adhäsion
  • Gute Dauerfestigkeit
  • Geringe Maß- und Formänderung
  • Geeignet für verzugsgefährdete Teile
  • Härte und Nitrierhärtetiefe sind abhängig vom Grundwerkstoff 


Anwendungen:
 
  • Antriebsteile
  • Präzisionsteile
  • Kurbelwellen
  • Werkzeuge
  • Sicherheitsbauteile im Automobilbereich 

 


Werkstoffe:
  • Baustähle, z.B. St37-3 
  • Einsatzstähle, z.B. 14NrCr14 
  • Vergütungsstähle, z.B. 42CrMo4  
  • Nitrierstähle, z.B. 41CrAlMo7  
  • bedingt geeignete Werkzeugstähle, z.B. X38 CrMoV51
  • Gusseisen, z.B. GGG60


Anlage:


     
 
 
 

Copyright © 2005, Bodycote Rheintal Wärmebehandlung AG. Letzte Aktualisierung am 25.11.2010