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Gasnitrieren und Gasnitrocarburieren
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Gasnitrieren und
Gasnitrocarburieren wird oft in einem Atemzug genannt. Richtig ist, dass
beide Prozesse zu den thermochemischen Randschichtverfahren zählen, d.h.
die Oberflächen von Bauteilen werden mit einer verschleißfesten Schicht
überzogen und die mechanischen Eigenschaften, z.B. Biegewechselfestigkeit,
werden verbessert. Im Gegensatz zum
Gasnitrocarburieren bei 570°C wird das Gasnitrieren bei tieferer
Temperatur von 500°C durchgeführt. Das gasnitrierte Bauteil unterscheidet
sich vom gasnitrocarburierten durch eine höhere Festigkeit in der
Diffusionsschicht und praktisch vernachlässigbarem Verzug. Dafür sind
längere Nitrierzeiten von 20 bis 100 h im Gegensatz zu 2 bis 5 h beim
Nitrocarburieren erforderlich. Beim Nitrieren findet die Behandlung in
einem Stickstoff abgebendem Medium (z.B. NH3), beim Nitrocarborieren einem
Stickstoff und Kohlenstoff abgebendem Medium (z.B. NH3 + CO2) statt. In
der Randschicht wird eine harte, verschleißfeste Nitrierschicht, auch
Verbindungsschicht genannt, aufgebaut. Die Dicke dieser
Verbindungsschicht ist um so geringer, je höher der Stahl vor allem mit
Cr, Mo und Al legiert ist und je kürzer die Nitrierzeiten gewählt werden.
Der Stickstoff diffundiert auch weiter in die Randzonen der Bauteile ein.
Das führt zur Ausbildung einer Diffusionszone. Durch die Diffusionszone
erhöht sich die Dauer- und Biegewechselfestigkeit der Bauteile. Die
Bildung der Verbindungsschicht und der Diffusionszone ist bei beiden
Prozessen (Gasnitrieren / Gasnitrocarburieren) gleich. Die chemische
Zusammensetzung und das Verschleißverhalten der gebildeten Schichten
unterscheiden sich jedoch. Eine Oxidation im Anschluß erzeugt eine
korrosionbeständige Bauteiloberfläche, deren Korrosionswiderstand in
vielen Fällen galvanische Schichten ersetzen kann.
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bitte direkt an unsere Ansprechpartner. |
Vorteile:
- Verbesserung der Reib-
und Gleiteigenschaften
- Hohe
Verschleißfestigkeit bei Abrasion und Adhäsion
- Gute Dauerfestigkeit
- Geringe Maß- und
Formänderung
- Geeignet für
verzugsgefährdete Teile
- Härte und
Nitrierhärtetiefe sind abhängig vom
Grundwerkstoff
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Anwendungen:
- Antriebsteile
- Präzisionsteile
- Kurbelwellen
- Werkzeuge
- Sicherheitsbauteile im
Automobilbereich
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Werkstoffe:
- Baustähle, z.B.
St37-3
- Einsatzstähle,
z.B. 14NiCr14
- Vergütungsstähle, z.B.
42CrMo4
- Nitrierstähle, z.B.
41CrAlMo7
- bedingt geeignete
Werkzeugstähle, z.B. X38 CrMoV51
- Gusseisen, z.B.
GGGG0
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| Anlage:
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